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Ein kleines "Welttheater" – Die Dioramenschau und ihr Schöpfer Reinhold Zellner

Michael Glaß am 30.10.2019

Altöttinger Dioramenschau: Schaubild/Diorama zur samstagabendlichen Lichterprozession.

"In der Form von 17 illusionistischen Bühnenbildern ist vor Ihren Augen ein Welttheater ausgebreitet. Man hat uns Bayern einer natürlichen Begabung für Spiel und Theater gerühmt. Wo könnte es sich schöner und besser bestätigen als hier, zu Ehren der Gottesmutter 'ad maiorem Dei gloriam'" – So urteilte im März 1959 Dr. Wilhelm Döderlein, Kunsthistoriker und Hauptkonservator im Bayerischen Nationalmuseum München, bei der Einweihung der "Schau". Das Meisterwerk im Gebäude des Altöttinger Marienwerks schuf ein sehr vielseitiger Künstler.

2019-lichterprozession-altoetting-festtag-mariae-himmelfahrt info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner
Lichterprozession am Festtag Mariä Himmelfahrt 2019 auf dem Kapellplatz in Altötting.

Wie gut, dass wir Men­schen uns täu­schen las­sen. Wäre es anders, der gemüt­li­che Fern­seh­abend wäre dahin. Kei­ne flie­ßen­den Sze­nen näh­men wir wahr, son­dern 25 Bil­der pro Sekun­de, die über den Bild­schirm hageln. Wer könn­te sich da noch ein­bil­den, zur Ruhe zu kommen?

Moder­ne Tech­nik wür­de ner­ven, aber auch die schö­nen Küns­te wären nur noch halb so fas­zi­nie­rend. Die Diora­men­schau in Alt­öt­ting nur noch halb so leben­dig, natür­lich, authen­tisch. So aber ent­fal­tet die per­spek­ti­vi­sche Dar­stel­lung ihre Wir­kung, Plas­ti­sches und Gemal­tes gehen flie­ßend inein­an­der über, die Phan­ta­sie lässt die Sze­ne leben­dig wer­den. Wir schau­en aus dem Fens­ter, hoch dro­ben in der St. Anna-Basi­li­ka, hin­un­ter auf die vie­len Lich­ter. Wir beob­ach­ten die Pro­zes­si­on, wie sie lang­sam und andäch­tig den Kapu­zi­ner­berg hin­auf­zieht zum Kapell­platz. In leuch­ten­den Krei­sen weist sie uns den Weg ins Zen­trum, zum Bild Unse­rer Lie­ben Frau. Dort thront sie auf einem Altar vor der Kapel­le und strahlt mit den Ster­nen am kla­ren Him­mel um die Wet­te. Das alles kann man erle­ben in Alt­öt­ting, live bei den fei­er­li­chen Lich­ter­pro­zes­sio­nen am Sams­tag­abend wäh­rend der Wall­fahrts­sai­son, oder aber illu­sio­nis­tisch bei einem Besuch in der Alt­öt­tin­ger Diora­men­schau, beher­bergt im Gebäu­de des Alt­öt­tin­ger Mari­en­werks.

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Altöttinger Dioramenschau: Die Pilger im 15. und 16. Jahrhundert ließen sich messen und wiegen, um sich symbolisch als Wachsfigur zu "opfern". Aus den Figuren wurden Kerzen gezogen, die am Gnadenaltar entzündet wurden.
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Altöttinger Dioramenschau: Stiftspropst Martin Eisengrein (1535-1578) blickt auf den Propsteihof, wo das Kammerfräulein Anna von Bernhausen in einer vergitterten Sänfte zu einer der Überlieferung nach "spektakulären" und "erfolgreichen" Teufelsaustreibung getragen wurde.
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Altöttinger Dioramenschau: das Kammerfräulein Anna von Bernhausen wurde in einer vergitterten Sänfte zu einer der Überlieferung nach "spektakulären" und "erfolgreichen" Teufelsaustreibung getragen – den Exorzismus führte der Jesuitenpater Petrus Canisius (1521-1597) durch. Diese Geschichte sprach sich damals schnell herum und führte zu einer raschen Zunahme der Wallfahrt nach Altötting.
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Altöttinger Dioramenschau: Die Pestjahre 1611, 1627, 1634, 1649 und 1663 sorgten für einen Rückgang der Wallfahrt. Das Schaubild zeigt den Kampf der Menschen mit der Seuche.
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Altöttinger Dioramenschau: Dreißigjähriger Krieg – Der Bildausschnitt zeigt einen Fahnenträger im Diorama zur Schlacht bei Rain am Lech im Jahr 1632.
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Altöttinger Dioramenschau: Stadtbrand im Jahr 1630 – eine Bittprozession und eine Segnung mit dem Gnadenbild haben der Legende nach das Feuer gestoppt.

Lebendige Geschichte

2019-altoettinger-dioramenschau-pilger-mit-kreuz info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner
Altöttinger Dioramenschau: Ein Pilger, erschöpft von der langen Fußwallfahrt, ruht sich neben seinem schweren Holzkreuz aus.

Ins­ge­samt 17 gro­ße, bis zu 3,50 Meter brei­te und drei Meter tie­fe Schau­bil­der und fünf klei­ne­re Schau­käs­ten las­sen die Besu­cher ein­tau­chen in geleb­ten Glau­ben, las­sen rund 500 Jah­re Wall­fahrts­ge­schich­te leben­dig wer­den. Noch bevor uns die Täu­schung durch die per­spek­ti­vi­sche Dar­stel­lung, der Über­gang vom Plas­ti­schen ins Gemal­te auf­fällt, bemer­ken wir die vie­len klei­nen Bil­der im Bild: den Pil­ger bei Beginn der Wall­fahrt ab 1489, wie er nach der lan­gen Rei­se neben dem schwe­ren Holz­kreuz sitzt und sich den Schweiß von der Stirn wischt; den Bau­ern, an einem Baum fest­ge­bun­den, der in der Zeit der Refor­ma­ti­on von reli­giö­sen Eife­rern mit Eiern bewor­fen wird; den klei­nen Kin­der­chor, der um 1600 den an der Jesui­ten­kir­che St. Mag­da­le­na vor­bei­zie­hen­den Pil­ger­zug emp­fängt; Kur­fürst Maxi­mi­li­an I., wie er im Okto­gon der Gna­den­ka­pel­le vor dem Gna­den­bild kniet; die auf­ge­klär­te Jagd­ge­sell­schaft, die sich über vor­bei­zie­hen­de Wall­fah­rer beschwert.

Wirklichkeitsnah

2019-altoettinger-dioramenschau-30jaehriger-krieg_rain-bei-lech1-tilly-verwundet info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner
Altöttinger Dioramenschau: Wirklichkeitsnahe Darstellung – Das Diorama zeigt den Feldherrn Johann Tserclaes Graf von Tilly, der während des Dreißigjährigen Krieges 1632 bei der Schlacht bei Rain am Lech verwundet wurde (zwei Wochen später erlag er seinen Verletzungen).

Das Wort Diora­ma stammt aus dem Grie­chi­schen und bedeu­tet so viel wie Ich sehe hin­durch”. Der Betrach­ter sieht durch ein Glas­fens­ter auf ein sze­ni­sches Bild, auf ein drei­di­men­sio­na­les Raum­bild. Nicht nur für den Kunst­freund sind die Alt­öt­tin­ger Diora­men von Inter­es­se, son­dern auch für den His­to­ri­ker: Gebäu­de, Archi­tek­tur, Kos­tü­me, Land­schaf­ten und Wall­fahrts­ge­sche­hen sind an den geschicht­li­chen Quel­len ori­en­tiert. Vie­le Details galt es zu beach­ten, vie­le Details, die gro­ße Zusam­men­hän­ge ver­ei­nen und in drei Dimen­sio­nen mit Leben erfül­len. Dr. Wil­helm Döder­lein, Kunst­his­to­ri­ker und Haupt­kon­ser­va­tor im Baye­ri­schen Natio­nal­mu­se­um Mün­chen, erklär­te in sei­ner Fest­an­spra­che bei der Ein­wei­hung der Schau 1959: Aus der Fül­le der über­lie­fer­ten geschicht­li­chen Ereig­nis­se einer­seits und aus der Fül­le der gewirk­ten Wun­der ande­rer­seits soll­ten ein­zel­ne beson­ders bezeich­nen­de her­aus gegrif­fen wer­den. Der Besu­cher soll sich dadurch in einen leben­di­gen Strom gestellt sehen, der seit dem Beginn der Wall­fahrt im aus­ge­hen­den 15. Jahr­hun­dert bis zum heu­ti­gen Tage unun­ter­bro­chen fort fließt.” Döder­lein füg­te hin­zu: In den Raum­bil­dern der Schau’ soll die Gestalt und Lage eines his­to­ri­schen Bau­werks Wirk­lich­keit wer­den, bestimm­te Land­schaf­ten wie­der erkannt wer­den, die dar­ge­stell­ten Men­schen müs­sen im Gewand ihrer Zeit auf­tre­ten, sogar die Gesichts­zü­ge bestimm­ter Per­sön­lich­kei­ten müs­sen wie­der­erkannt werden.”

Ausdrucksstarke Gesichter, naturnahe Landschaften

2019-altoettinger-dioramenschau-ausschnitt-zweites-wunder info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner
Altöttinger Dioramenschau: Aussdrucksstarke Gesichter – Das Entsetzen spiegelt sich im Gesicht der Frau wieder. Ein Bub fiel vom Pferd und geriet unter den Wagen. Gemäß der Legende vom zweiten Wunder wurde der Junge auf Fürsprache der Gottesmutter wieder gesund.

Rund 450 plas­ti­sche Figu­ren im Vor­der­grund der Bil­der wir­ken tat­säch­lich authen­tisch: Die Köp­fe – aus Ton model­liert und mit aus­drucks­star­ken Gesichts­zü­gen ver­se­hen – sind durch Dräh­te mit den eben­falls aus Ton geform­ten und anschlie­ßend bemal­ten Armen, Hän­den, Bei­nen und Füßen ver­bun­den. Die bieg­sa­men Dräh­te erlau­ben eine dyna­mi­sche Kör­per­spra­che und wur­den anschlie­ßend müh­sam mit Stoff umwi­ckelt und kaschiert. Natur­nah sind auch die Land­schaf­ten mit Bäu­men aus prä­pa­rier­ten Wur­zeln, mit Wie­sen aus bear­bei­te­tem Moos und Grä­sern; sogar Früh­lings­knos­pen wur­den berück­sich­tigt. Fluo­res­zie­ren­de Far­ben und Ultra­vio­lett­lam­pen brin­gen Licht und sogar Feu­er auf die Büh­ne. Male­risch gestal­te­te Decken und Wän­de über­sprin­gen die Gren­zen der plas­ti­schen Dar­stel­lung und las­sen den klei­nen Kos­mos unend­lich erscheinen.

Der Künstler, ein Multitalent

Das Künstlerehepaar Reinhold und Dora Zellner arbeitete zwei Jahre lang rund um die Uhr an den einzelnen Schaubildern der Altöttinger Dioramenschau.

Es ging um klei­ne Details und gro­ße Zusam­men­hän­ge. Ein Künst­ler, der das Klei­ne wie das Gro­ße dar­zu­stel­len ver­steht, muss vie­le Fähig­kei­ten in sich ver­ei­nen. Es war aber auch nicht irgend­ein Künst­ler, den Dr. Döder­lein damals emp­fahl. Der Auf­trag ging an Rein­hold Zell­ner (19031990), ein Mul­ti­ta­lent: Wenn der aka­de­mi­sche Bild­hau­er und Kunst­ma­ler nicht gera­de Krip­pen­fi­gu­ren schnitz­te, Bau­ern­schrän­ke bemal­te, klei­ne Wachserl” fer­tig­te, Illus­tra­tio­nen schuf – u.a. illus­trier­te Zell­ner auch den einen oder ande­ren Roman im Alt­öt­tin­ger Lieb­frau­en­bo­ten –, Ker­zen bemal­te oder volks­kund­li­che Bil­der kom­po­nier­te, dann beschäf­tig­te er sich schon ein­mal mit der Drei­tei­lung des Win­kels oder der Qua­dra­tur des Krei­ses. Mit Zir­kel und Line­al ver­such­te er dann das Qua­drat zum flä­chen­glei­chen Kreis zu kon­stru­ie­ren. Eigent­lich eine unmög­li­che Auf­ga­be, aber für einen viel­sei­tig begab­ten Per­fek­tio­nis­ten eine locken­de Her­aus­for­de­rung. Eine Begut­ach­tung der Tech­ni­schen Hoch­schu­le in Mün­chen bestä­tig­te Zell­ner damals die bis­lang größ­te Nähe­rungs­kon­struk­ti­on”. Die Ehren­dok­tor­wür­de lehn­te Zell­ner jedoch ab. Wer war die­ser Künstler?

"Nimm mich mit"

Altöttinger Dioramenschau: Prälat Ludwig Uttlinger (Mitte) vergab den Auftrag für die Dioramenschau an Reinhold Zellner (l.); der Kunstmaler Hans List (r.) übernahm die malerische Gestaltung.

Ein paar Ant­wor­ten erge­ben sich aus Zell­ners schrift­li­chem Nach­lass. Der Bild­hau­er und Krip­pen­künst­ler betä­tig­te sich auch lite­ra­risch und hin­ter­ließ der Nach­welt Gedich­te, Dra­men und Roma­ne – u.a. stammt das Dra­ma Die Bluts­bot­schaft” aus sei­ner Feder. Es erzählt von einem hin­ken­den Boten in der Zeit des Abso­lu­tis­mus, von einem Mann, der nicht viel zu erwar­ten hat vom Leben und trotz all der Unge­rech­tig­kei­ten nicht den Humor ver­liert. Humor hat­te auch Rein­hold Zell­ner, das erschließt sich aus sei­nem auto­bio­gra­fi­schen Roman Nimm mich mit”. Da erfährt der Leser von der Tau­fe in der Haid­hau­ser Johan­nes­kir­che, die soll ich nicht ganz so wider­spruchs­los über mich erge­hen haben las­sen”. Lie­be­voll erzählt er von sei­nen Eltern, denen er selbst die Stra­fe ver­zieh: Ich täte mich über­haupt lie­ber kräf­tig ver­soh­len las­sen, als dass ich mir das mit anhö­ren muss, wenn Vater und Mut­ter sich nicht einig wer­den kön­nen über das Strafmaß.”

Der Sohn eines Schuh­ma­cher­meis­ters und einer Schnei­de­rin wuchs in sehr ein­fa­chen, zeit­wei­se ärm­li­chen Ver­hält­nis­sen auf. An geis­ti­ger Nah­rung fehl­te es ihm aber nicht. Der Titel sei­nes auto­bio­gra­fi­schen Romans geht auf die gleich­na­mi­ge Zeit­schrift zurück, deren Titel­bil­der zu his­to­ri­schen Ereig­nis­sen Zell­ner bereits in jun­gen Jah­ren fas­zi­nier­ten. Zell­ner berich­tet von dem Gesel­len Dona­tus”, bei dem er als klei­ner Bub viel Zeit ver­brach­te: Der Dona­tus ist ein Stre­cken­gän­ger. Das bedeu­tet, man ver­mag ihm – was Gedan­ken­gän­ge anbe­langt – auf wei­te Stre­cken nicht zu fol­gen.” Auch wenn der Bub nach eige­nem Bekun­den einen Erzie­her nur gele­gent­lich” brauch­te, die Bil­der der Zeit­schrift Nimm mich mit” ließ er sich von Dona­tus ger­ne erklä­ren. Die Gedan­ken­gän­ge des Gesel­len konn­te nur die Mut­ter unter­bre­chen: Wenn es gar zu weit abseits führt, so eine Erör­te­rung über revo­lu­tio­nä­re Bestre­bun­gen, da sagt die Mut­ter: Wir leben nicht in Russland.”

Münchner Stadtkrippe und Diorama Bethlehem

2019-altoettinger-dioramenschau-petrus-canisius-mit-gnadenbild1 info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner
Altöttinger Dioramenschau: Das Schaubild zeigt den Jesuiten Petrus Canisius mit Gnadenbild.

Der Bub wuchs auf, absol­vier­te die Volks­schu­le, begann eine Schrei­ner­leh­re, die er wegen der Revo­lu­ti­ons­wir­ren nicht been­den konn­te. Eine Weih­nachts­krip­pe lenk­te die Auf­merk­sam­keit des jun­gen Gra­fen Maxi­mi­li­an von Cour­ten auf das Nach­wuchs­ta­lent. Kon­tak­te zu ver­mö­gen­den Krei­sen eröff­ne­ten Rein­hold Zell­ner ganz ande­re Per­spek­ti­ven: An der Staats­hoch­schu­le für ange­wand­te Kunst stu­dier­te er bei Prof. Robert Engels deko­ra­ti­ve Male­rei und Kom­po­si­ti­ons­leh­re. Als aka­de­mi­scher Bild­hau­er und Kunst­ma­ler schloss er das Stu­di­um ab. Es folg­ten Zwei­ter Welt­krieg, Gefan­gen­schaft und schließ­lich kar­ge Nach­kriegs­jah­re als frei­schaf­fen­der Künst­ler. Ein ers­ter grö­ße­rer Auf­trag an Zell­ner war die Reno­vie­rung der 1913 ent­stan­de­nen Jah­res­krip­pe der Kir­che St. Peter in Mün­chen; 1953 schuf er die Münch­ner Stadt­krip­pe mit 33 Figu­ren und 28 Tie­ren, die auch heu­te noch jedes Jahr zur Advents­zeit wäh­rend des Christ­kindl­mark­tes am Mari­en­platz im Prunk­hof des Münch­ner Rat­hau­ses gezeigt wird. Schließ­lich ent­deck­te ihn das Baye­ri­sche Natio­nal­mu­se­um, wo er bei der Restau­rie­rung der berühm­ten Schme­de­rer-Krip­pen­samm­lung mit­wirk­te. Zu Zell­ners bekann­tes­ten unter sei­nen zahl­rei­chen Wer­ken zählt nicht zuletzt das Diora­ma Beth­le­hem, die größ­te Krip­pe der Welt”, im Schwei­zer Mari­en­wall­fahrts­ort Ein­sie­deln. Zell­ner blieb bis ins hohe Alter hin­ein künst­le­risch aktiv. Er starb 1990 in Neuötting.

Text: Micha­el Glaß

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Altöttinger Dioramenschau: Legende von der "Stürmerin" – so hieß die Glocke der Stiftspfarrkirche (1497), die der Legende nach von selbst zu läuten begann, um während des Spanischen Erbfolgekriegs im Jahr 1704 die Auslagerung des Gnadenbildes nach Burghausen zu verhindern. Der Überlieferung nach verschonten die österreichischen Truppen die Gnadenkapelle nur deshalb, weil sich die Madonnenfigur in der Kapelle befand.
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Altöttinger Dioramenschau: Aufblühen der Wallfahrt – Eine Pilgerin bringt Anfang des 16. Jahrhunderts Opfergaben nach Altötting.
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Altöttinger Dioramenschau: Eine Frau bittet um Hilfe gegen die Pest.