Bis hier hin und nicht weiter – Altötting während des Dreißigjährigen Krieges

Michael Glaß am 30.10.2019

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Altöttinger Dioramenschau, Schaubild zum Dreißigjährigen Krieg: Die Söldner scheitern am Hochwasser führenden Inn – und der Legende nach auch an der Gottesmutter, die sie nicht hinüberließ.

Gerade die Söldner hätten es eigentlich wissen müssen: Ist ein Fluss erst einmal zu einem reißenden Strom geworden und über die Ufer getreten, dann kann er ganze Landstriche verwüsten und auch die erfahrensten Reiter mitreißen. Gerade sind die Söldner der schwedisch-französischen Armee über die bayerische Landesgrenze getreten und haben Städte und Dörfer verwüstet.

Vie­le Schlach­ten haben die Sol­da­ten geschla­gen, auch erfah­re­ne Geg­ner über­wun­den. Jetzt, im Juni 1648, sind sie schon seit über vier­ze­hen wochen an dem Yhn (Inn) gele­gen und (haben nach Alt- und Neuöt­ting) vil tau­send schüß her­über­gethan mit sol­chem gewalt und kra­chen, daß alhie die häu­ser und fens­ter häuf­fig” zit­ter­ten. Die Gewalt der Was­ser des Inns konn­ten sie damit nicht brechen.

Madonna zwischen den dunklen Wolken

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Altöttinger Dioramenschau: Dreißigjähriger Krieg – Der Rückzug der Schweden. Die Söldner scheitern am Hochwasser führenden Inn – und der Legende nach auch an der Gottesmutter, die sie nicht hinüberließ.

Wie Gabri­el Küp­fer­le (der Chor­herr führ­te die His­to­ri”, die Chro­nik des Jesui­ten­pa­ters Irsing fort) wei­ter­erzählt, half es den Söld­nern nichts, als sie mit furi und aller­hand erdach­ten kriegs­lis­ten (…) den Yhn an vilen orthen” anrann­ten. Die Armee löst sich auf, der Kreis­lauf des Was­sers bricht den Kreis­lauf der Gewalt. Dann geben sogar die Feld­herrn auf: Die bei­den alten feld­mar­schalcken Tou­rai­ne und Wran­gel” sol­len erklärt haben, man sehe augen­schein­lich, daß sie die schwart­ze Maria von Alten-Oeting nit hin­über­las­se”. Im Diora­men­bild des Künst­lers Rein­hold Zell­ner schwebt die schwar­ze Madon­na zwi­schen den dunk­len Wol­ken, direkt über dem tosen­den Was­ser – mit erns­tem, trau­ri­gem Blick; viel­leicht ist auch ein biss­chen Mit­leid dabei.

Nur ein Drittel der Bevölkerung überlebte

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Altöttinger Dioramenschau: Dreißigjähriger Krieg, Schlacht bei Rain a. Lech. Ein Soldat vor einem Marienbild.

Auch das Volk sah in Maria den Grund für den Hoch­was­ser füh­ren­den Inn, der den Feind nicht hin­über­ließ. Die Legen­de von der Alt­öt­tin­ger Got­tes­mut­ter, die eine gan­ze Armee stopp­te, brei­te­te sich schnell aus. Dabei war sie eigent­lich gar nicht da; schon zum zwei­ten Mal nach 1632 hat­te Kur­fürst Maxi­mi­li­an I. das Gna­den­bild ins Salz­bur­ger Exil” geschickt. Per­sön­lich brach­te der Kur­fürst das Gna­den­bild von Burg­hau­sen nach Salz­burg und gab es in die Obhut des Fürst­erz­bi­schofs Paris Lodron. Maxi­mi­li­an I. ging auf Num­mer Sicher. Wie immer. Vor allem in Kriegs­zei­ten über­ließ er nichts dem Zufall. Sein” Söld­ner­heer hat­te der Gene­ra­lis­si­mus” Maxi­mi­li­an I. treu­en Feld­herrn unter­stellt und dank einer soli­de geführ­ten Staats­kas­se und mit Hil­fe einer zuver­läs­si­gen Beam­ten­schaft streng dis­zi­pli­niert. Diplo­ma­tisch geschickt ver­han­del­te der Kur­fürst im Sin­ne baye­ri­scher Inter­es­sen und der katho­li­schen Sache. Den­noch: Auch der Kur­fürst wur­de von einer Wel­le der Gewalt getrof­fen, die das gan­ze Hei­li­ge Römi­sche Reich Deut­scher Nati­on über­roll­te. Nach 30 Jah­ren Krieg, Ende 1648, stand Maxi­mi­li­an I. vor einem ver­wüs­te­ten Land: Krieg und Seu­chen for­der­ten Men­schen­le­ben in einem nie dage­we­se­nen Aus­maß. In Süd­deutsch­land über­leb­te nur etwa ein Drit­tel der Bevölkerung.

Mit eruptiver Gewalt

Altöttinger Dioramenschau: Dreißigjähriger Krieg – Der Rückzug der Schweden. Die Gewalt des Wassers bremst die Söldner. Der Krieg verwüstete ganz Deutschland, doch Altötting blieb verschont.

Dabei fing alles recht klein an, lokal begrenzt in Böh­men, als inner­ter­ri­to­ria­ler Kon­flikt zwi­schen Land­stän­den und Zen­tral­ge­walt. Dann eine Pro­vo­ka­ti­on: Pro­tes­tan­ti­sche Adli­ge war­fen im Mai 1618 zwei Räte des streng katho­lisch gesinn­ten öster­rei­chi­schen Erz­her­zogs und Königs von Böh­men Fer­di­nand II. aus dem Fens­ter der Pra­ger Burg. Der Quell des Übels aber war tie­fer, all die über Jah­re und Jahr­zehn­te hin­weg ange­stau­ten Kon­flik­te, die kon­fes­sio­nel­len und die noch viel gefähr­li­che­ren dynas­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zun­gen spru­del­ten nun an die Ober­flä­che und bra­chen aus mit erup­ti­ver Gewalt. Die Ein­tei­lung des so genann­ten Drei­ßig­jäh­ri­gen Krie­ges in vier Kon­flik­te – benannt nach den jewei­li­gen Geg­nern des Kai­sers und der Habs­bur­ger Mäch­te: in den Böh­misch-Pfäl­zi­schen (16181623), Dänisch-Nie­der­säch­si­schen (16231629), Schwe­di­schen (16291635) und Schwe­disch-Fran­zö­si­schen Krieg (16351648), zeigt auf: Immer mehr Nach­barn zog es hin­ein in einen Stru­del aus Gewalt, sich ver­schie­ben­der Macht­ge­fü­ge und erneu­ter Gewalt.

Vie­le unter­schied­li­chen Inter­es­sen ver­misch­ten sich zu einer Gemenge­la­ge, die schon lan­ge zuvor immer wie­der zu Kon­flik­ten geführt hat­te und nun im Krieg nicht mehr zu kon­trol­lie­ren war: Hier der Streit um die Macht im deut­schen Reich zwi­schen Kai­ser und Reichs­stän­den, dort der seit 1516 dau­ern­de Kon­flikt zwi­schen dem Haus Habs­burg und dem König­reich Frank­reich um die Vor­herr­schaft in Euro­pa. Hier ein kon­fes­sio­nell geteil­tes Hl. Römi­sches Reich Deut­scher Nati­on, dort ein kon­fes­sio­nell gespal­te­nes Euro­pa, hier die katho­li­sche Liga und die pro­tes­tan­ti­sche Uni­on im deut­schen Reich, dort die katho­li­schen Mäch­te Spa­ni­en, Öster­reich und Frank­reich sowie die pro­tes­tan­ti­schen Mäch­te Nie­der­lan­de, Däne­mark und Schwe­den auf euro­päi­scher Ebe­ne. Am Ende kam es zu einem euro­päi­schen Kräf­te­mes­sen auf deut­schem Boden, zum ers­ten gesamt­eu­ro­päi­schen Krieg, zu einem Krieg, der alle vor­he­ri­gen Krie­ge an Inten­si­tät weit über­traf. Eine regel­rech­te Flut von Schlach­ten ergoss sich über das Hl. Römi­sche Reich Deut­scher Nation.

Krieg ohne Sieger

Altöttinger Dioramenschau: Dreißigjähriger Krieg – Schlacht bei Rain a. Lech. Soldaten.

Die Fra­ge der Kon­fes­si­on, die den Krieg aus­ge­löst hat­te, trat mehr und mehr in den Hin­ter­grund und war spä­tes­tens im Jahr 1635 ver­blasst, als das katho­li­sche Frank­reich nicht mehr nur poli­tisch, son­dern nun auch mili­tä­risch ein­griff – auf der Sei­te der pro­tes­tan­ti­schen Schwe­den. Wie kom­plex die Inter­es­sen­la­ge war, zeigt auch das Ver­hal­ten Maxi­mi­li­ans I.: Als Haupt der katho­li­schen Liga (1608635) kämpf­te er für die kon­fes­sio­nel­le Ein­heit im Reich und trug in den ers­ten bei­den Kriegs­pha­sen maß­geb­lich zum Sieg der kai­ser­lich-habs­bur­gi­schen Par­tei bei. Ande­rer­seits schwäch­te er als Spre­cher der katho­li­schen Reichs­stän­de den Kai­ser auf dem Regens­bur­ger Kur­fürs­ten­tag (1630). Unter allen Umstän­den woll­te er eine abso­lu­tis­ti­sche Herr­schaft des Kai­sers ver­hin­dern und die Unab­hän­gig­keit des Her­zog­tums Bay­ern wah­ren. Um die pfäl­zi­sche Kur­fürs­ten­wür­de (seit 1623) zu behal­ten, trat Maxi­mi­li­an I. bei den Frie­dens­ver­hand­lun­gen in Müns­ter und Osna­brück zwi­schen 1644 und 1648 als Für­spre­cher Frank­reichs auf – und dies, obwohl er sich zur glei­chen Zeit mit Frank­reich im Kriegs­zu­stand befand.

Der west­fä­li­sche Frie­de schließ­lich been­de­te 1648 den Krieg, nicht aber den Kampf um die Vor­herr­schaft in Euro­pa. Am Ende konn­te sich kei­ne Par­tei ent­schei­den­de Vor­tei­le ver­schaf­fen. Das deut­sche Reich blieb kon­fes­sio­nell gespal­ten. Es soll­te Jahr­zehn­te dau­ern, bis es sich von den Kriegs­fol­gen erholte.

Feldherr Tilly in Altötting

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Altöttinger Dioramenschau: Das Schaubild zum Dreißigjährigen Krieg zeigt eine Darstellung der Schlacht bei Rain a. Lech.
2019-altoettinger-dioramenschau-30jaehriger-krieg_schlacht-in-rain-bei-lech-tilly info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner
Altöttinger Dioramenschau: Das Schaubild zum Dreißigjährigen Krieg zeigt die Schlacht bei Rain a. Lech. Im Bildausschnitt ist Feldherr Graf Tilly zu sehen, der so schwer verwundet wurde, dass er zwei Wochen später starb.

Alt­öt­ting blieb ver­schont, und doch sind die Spu­ren des Drei­ßig­jäh­ri­gen Krie­ges gera­de auch hier zu fin­den. Als ob sie einen Damm gegen alles Übel auf­bau­en woll­ten, brach­ten Pil­ger Votiv­ga­ben nach Alt­öt­ting – Gaben, die Geschich­te und Geschich­ten erzählen.

So auch die Geschich­te vom star­ken Glau­ben des Feld­herrn Johann Tse­r­cla­es Graf von Til­ly (15591632), der treu an der Sei­te des Kur­fürs­ten kämpf­te. Trotz Kriegs­wir­ren und Pflich­ten kam er wäh­rend des Krie­ges zwei­mal nach Alt­öt­ting: 1624 weih­te er der Got­tes­mut­ter ain­gar ansech­lich statt­lich ganz gul­de­nes clain­odt”, das laut Kapell­schatz­in­ven­tar von 1625 mit yber ein­hun­dert die­mant­stai­nen reich­lich ver­sötzt” war und rund 9.000 Gul­den wert gewe­sen sein dürf­te – Maxi­mi­li­an I. ließ das Klein­od 1637 in die Kro­nen für das Gna­den­bild ein­ar­bei­ten. Til­ly war 1630 ein wei­te­res Mal in Alt­öt­ting: Laut Chro­nist Irsing war er 1630 für drei Tage von Regens­burg nacher Alten-Oet­ting ver­reist, all­da er sein gewis­sen erfor­schet, der andacht abge­war­tet und einen sol­chen gött­li­chen trost emp­fun­den, daß wider­umb von dan­nen abzu­rei­sen ihne gleich­samb unmög­lich gedun­ckt hat”. Til­ly fiel in der Schlacht bei Rain am Lech 1632, die Schwe­den rück­ten der­weil nach Bay­ern vor, nah­men Mün­chen ein und bedroh­ten nun auch Altötting.

Pilger kommen trotz "Gnadenbildflucht"

2019-altoettinger-dioramenschau-30jaehriger-krieg_flucht-nach-salzburg info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner
Altöttinger Dioramenschau: Schaubild zur Flucht des Gnadenbildes während des Dreißigjährigen Krieges. Obwohl das Gnadenbild nicht in Altötting ist, beten Gläubige in der Kapelle.

Eli­sa­beth Rena­ta, Gemah­lin des Kur­fürs­ten flüch­te­te im April 1632 das Gna­den­bild nach Salz­burg. Der Pil­ger­strom indes brach nicht ab; im Salz­bur­ger Dom ware ein gros­ser zulauff des volcks. (…) Man opfer­te aller­lay geschänk und wur­de gros­se andacht dabey erzeigt und ver­rich­tet.” Alt­öt­ting wur­de ver­schont und obwohl das Gna­den­bild außer Lan­des war, bezwei­fel­te in Alt­öt­ting nie­mand, dass dies meh­rer Unser Lie­ben Frau­en zu Alten-Oet­ting als dem was­ser­strohm (des Inns) und auf­ge­stell­ter kriegs­wacht” (Irsing) zuzu­schrei­ben war.

Trotz aller Gefah­ren und Kriegs­nö­te kamen laut dem Chro­nis­ten Irsing immer wie­der Pil­ger nach Alt­öt­ting – so zum Bei­spiel Wil­helm Herb aus Mühl­hau­sen: “(…) von dem schwe­di­schen feindt yber­fal­len, (…) an einen zaun ges­telt, (…) mit schleg und straich und die 20 schüß” trak­tiert und wider Erwar­ten gene­sen, häng­te er am 28. Mai 1634 ein Dank­täf­lein an der Hei­li­gen Kapel­le auf. Obwohl 1634 die Pest wüte­te, allein in Mün­chen 15.000 Men­schen­le­ben for­der­te, erleb­te Alt­öt­ting einen regel­rech­ten Pil­ger­strom im Jahr dar­auf – nach dem Pra­ger Frie­den­schluss 1635 ging ein Auf­at­men durch das Land.

"von den schwedischen gefangen, erbarmlich gemartert, auch in einem kheller an ein fleischramb aufgehenckht"

Altöttinger Dioramenschau: Dreißigjähriger Krieg, Schaubild zum Rückzug der Schweden. Im Bild: Schwedische Soldaten.

Nur kurz konn­te auf­ge­at­met wer­den, dann grif­fen die Fran­zo­sen ein in den Krieg, der die fol­gen­den Jah­re aber außer­halb Bay­erns tob­te. Die Pil­ger­we­ge waren wie­der frei; 40- bis 50.000 Wall­fah­rer sol­len laut einer Denk­schrift im Jahr 1637 nach Alt­öt­ting gekom­men sein. So auch Ulrich Ler­cher aus Lands­hut, er opfer­te laut einer Bei­la­ge zu einem Mira­kel­buch 1637 eine Votiv­ta­fel, weil sei­ne elf­jäh­ri­ge Toch­ter Kla­ra 1634 von den pfer­ten yberit­ten und an dem haubt tödt­lich ver­wundt” doch wie­der gesun­de­te. 1638 mach­te Maria Regi­na Kern eine Dank­wall­fahrt und brach­te eine Opfer­ga­be für ihren Bru­der Wolf­gang Fran­zis­kus Kern, der 1634 den 22. July zu Landts­hu­et von den schwe­di­schen gefan­gen, erbarm­lich gemar­tert, auch in einem khel­ler an ein flei­schramb auf­ge­henckht” wur­de und doch wie­der frei gekom­men war. Vie­le wei­te­re Pil­ger kamen Hil­fe suchend und dan­kend. In Alt­öt­ting mehr­ten sich die Gaben, die Lage aber wur­de immer unsi­che­rer. Bereits 1641 wur­de erneut dar­über dis­ku­tiert, Gna­den­bild und Kapell­schatz nach Salz­burg zu bringen.

1646 war es dann so weit. Fran­zö­si­sche und schwe­di­sche Trup­pen dran­gen durch Fran­ken und Schwa­ben und besetz­ten die Donau­li­nie. Wie 1632 muss­te Maxi­mi­li­an I. die Lan­des­haupt­stadt ver­las­sen, erneut ver­wüs­te­ten die Söld­ner-Trup­pen die Lan­de zwi­schen Lech, Isar und Donau. Dör­fer brann­ten, Städ­te wur­den geplün­dert, Regens­burg, Strau­bing und Land­au ver­wüs­tet. Der Ulmer Waf­fen­still­stand 1647 sorg­te nur kurz für Erleich­te­rung. Das schreck­lichs­te Kriegs­jahr für Bay­ern folg­te ein Jahr spä­ter. Bis zum Inn zogen sich die baye­ri­schen Trup­pen zurück, die Städ­te fie­len eine nach der ande­ren. Erst der Fluss stopp­te die Trup­pen, die aber selbst beim Rück­zug nicht auf­hör­ten zu plün­dern und zu brand­schat­zen. Im Okto­ber 1648 war der Drei­ßig­jäh­ri­ge Krieg been­det, Bay­ern aber im letz­ten Kriegs­jahr verwüstet.

Legende von der "wunderbarliche(n) schiltwacht der (...) starcken Jungkfrawen zu AltenOettingen"

Altöttinger Dioramenschau: Schaubild zum Rückzug der Schweden. Der Legende nach stoppte die Gottesmutter die Soldaten auf ihrem Weg nach Alt- und Neuötting.

Der Glau­be starb nicht, eine Legen­de mach­te die Run­de, die Legen­de von der wunderbarliche(n) schilt­wacht der (…) starcken Jung­kfra­wen zu Alte­nOet­tin­gen”, die ihren him­melb­la­wen man­tel” über den Inn aus­brei­te­te und den Feind in die Flucht schlug.

Auch heu­te tobt das Leben, es quellt auch so man­cher Kon­flikt. Es spru­deln aber auch die Legen­den und mah­nen: Bis hier hin und nicht wei­ter. Man­che Ufer soll­te man nicht überschreiten.”

Text: Micha­el Glaß