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Wallfahrer aus Frickenhausen: Senioren pilgern 324 Kilometer

Michael Glaß am 08.09.2020

2020 09 07 aoelfb pilgergruppe frickenhausen1 info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner
Die Seniorenpilgergruppe aus Frickenhausen vor der Gnadenkapelle.

Exakt 324 Kilometer Fußmarsch in neun Tagen – also durchschnittlich 36 Kilometer am Tag – hatten 15 Wallfahrer aus Frickenhausen/Diözese Würzburg hinter sich, als sie am Nachmittag des 1. September mit dem Pilgerkreuz voran ihr Ziel erreichten und über den Kapellplatz zur Gnadenkapelle zogen.

Alle zwei Jah­re wird die­se Senio­ren­fuß­wall­fahrt“ mit Begleit­fahr­zeug durch­ge­führt, heu­er übri­gens zum 10. Mal, wie der geist­li­che Pil­ger­lei­ter Pfar­rer Franz Schmitt (im obe­ren Bild rechts) erzählte.

2020 09 07 aoelfb pilgergruppe frickenhausen2 info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner
Pilgerleiter Pfarrer Franz Schmitt blickt auf die Pilgerfahne, auf der die Namen aller Wallfahrtsteilnehmer aus den vergangenen zehn Jahren Wallfahrt Frickenhausen stehen – auch die der verstorbenen Mitpilger.

Dabei war der jüngs­te Teil­neh­mer 55 Jah­re alt, die ältes­te Fuß­pil­ge­rin mit 75 Jah­ren durf­te beim Ein­zug das Vor­trags­kreuz tra­gen. War­um die­se Wall­fah­re­rin einen Ein­mach­gum­mi“ um den rech­ten Wan­der­schuh zweck­ent­frem­de­te, war schnell erklärt: zwei Tage gewitt­ri­ger Regen­schau­er auf dem Pil­ger­weg hat­ten die Soh­le des Wan­der­schuhs gelöst. Schnel­le Repa­ra­tur brach­te eben die­ser Notbehelf.

2020 09 07 aoelfb pilgergruppe frickenhausen3 info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner
Wallfahrt aus Frickenhausen: Willi Wunderling an der Trompete.

Nach dem Coro­na-beding­ten Kurz­be­such mit Mund-/Na­sen­schutz bei der Gna­den­mut­ter in der Hei­li­gen Kapel­le stimm­ten die Fuß­wall­fah­rer aus Unter­fran­ken dann auf dem Kapell­platz das bekann­te Mari­en­lied Seg­ne du Maria an“ – tra­di­tio­nell in Instru­men­tal­be­glei­tung von Wil­li Wun­der­ling mit sei­ner Taschen­trom­pe­te. Als augen­zwin­kern­de Vor­sichts­maß­nah­me gegen das Coro­na-Virus ver­teil­te Pfar­rer Schmitt für­sorg­lich an die Teil­neh­mer aus dem unter­frän­ki­schen Land­kreis Würz­burg – je nach Wunsch – ein Stam­perl Schnaps oder Likör. Dann wur­de das Über­nach­tungs­quar­tier im Alt­öt­tin­ger Fran­zis­kus­haus aufgesucht.

Übri­gens: Der eigent­lich ältes­te Wall­fah­rer mit 76 Jah­ren hat­te die Stre­cke mit dem Fahr­rad gemeis­tert; eine Weg­stre­cke, die durch fünf baye­ri­sche Diö­ze­sen führt: Würz­burg, Bam­berg, Eich­stätt, Regens­burg und Passau.

Text: Ros­wi­tha Dorfner