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„Dient einander“ – Tag des Altöttinger Marienwerks

Michael Glaß am 14.09.2020

2020 09 14 aoelfb tag des altoettinger marienwerks 2020 1 info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner
Beim Tag des Altöttinger Marienwerks 2020 erinnerten (v.l.) dessen Vorsitzender und Domkapitular em., Msgr. Josef Fischer, Basilika-Mesner Bruder Vinzenz Müller und Geschäftsführer Josef Herrmann an den kurz zuvor verstorbenen Prälat Alois Furtner; dieser war 14 Jahre lang Vorsitzender und seit 2017 Ehrenvorsitzender der Gebetsgemeinschaft.

Der Tag des Altöttinger Marienwerkes am 13. September war heuer geprägt vom Gedenken an den kurz zuvor verstorbenen ehemaligen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden der Gebetsgemeinschaft, Prälat Alois Furtner. Er sei den Menschen und gleichzeitig auch Gott nahe gewesen, würdigte ihn der aktuelle Vorsitzende, Domkapitular em. Msgr. Josef Fischer, in seiner Predigt beim Festgottesdienst in der St. Anna-Basilika.

2020 09 14 aoelfb tag des altoettinger marienwerks 2020 2 praelat alois furtner info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner
Beim Tag des Altöttinger Marienwerks 2020 erinnerte ein Portraitbild an den kurz zuvor verstorbenen Prälat Alois Furtner; dieser war 14 Jahre lang Vorsitzender und seit 2017 Ehrenvorsitzender der Gebetsgemeinschaft. Das Porträt stand beim Festgottesdienst im Altarraum neben einer Replik des Gnadenbildes.

Ein Mann des Gebets“ sei Prä­lat Furt­ner gewe­sen, ein gro­ßer Mari­en­ver­eh­rer“ und zugleich ein Küm­me­rer“, ein Freund Alt­öt­tings und der Pil­ger“; er habe das Inni­ge“ und das Nüch­ter­ne“ sehr gut mit­ein­an­der zu ver­bin­den gewusst – so blick­te Msgr. Fischer auf sei­nen Vor­gän­ger zurück. Er erin­ner­te u.a. auch an Prä­lat Furt­ners letz­ten Wunsch, noch ein­mal in die USA zu flie­gen, der ihm jedoch nicht mehr ver­gönnt war (sie­he dazu auch die Aus­ga­be des Alt­öt­tin­ger Lieb­frau­en­bo­ten, Nr. 38 – 2020). Er ist jetzt anders­wo ange­kom­men, wo es einen sol­chen Flug nicht mehr braucht“, stell­te er fest und ver­wies auf ein Por­trait­bild Furt­ners, das im Altar­raum auf­ge­stellt war – direkt neben einer Replik des Gna­den­bil­des; bei der Mut­ter­got­tes also, der er in Alt­öt­ting so lan­ge gedient hat“.

In sei­ner Pre­digt zitier­te Msgr. Fischer Prä­lat Furt­ners Pri­miz­spruch: Dient ein­an­der als gute Ver­wal­ter der viel­fäl­ti­gen Gna­de Got­tes, jeder mit der Gabe, die er emp­fan­gen hat!“ (1.Petrus 4,10) Die­ser Spruch sei auch als Lösung für kom­pli­zier­te (Ab-)Rechnungen“ im Leben nach dem Tod zu inter­pre­tie­ren, erklär­te Msgr. Fischer, als er das Gleich­nis vom unbarm­her­zi­gen Knecht“ (vgl. Mt 18, 21 – 35) sowie die Lesung über Zorn, Streit und Ver­ge­bung“ (vgl. Sir 27, 30ff) aus­leg­te. Er erläu­ter­te, wie­so es in der Logik des Him­mel­rei­ches“ gera­de auf das rich­ti­ge Die­nen ankom­me; auf das Die­nen unter­ein­an­der“, dar­auf, dass jeder nach sei­nen Fähig­kei­ten und Gaben hand­le und dabei das All­tags- und das Glau­bens­le­ben unter einen Hut brin­ge, ohne bei­des mit­ein­an­der zu ver­mi­schen. Wer so die­ne, dür­fe auf den Groß­mut des Herrn ver­trau­en, so der Prediger.

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Die traditionelle Kirchenmusik ist das große Steckenpferd des Altöttinger Marienwerks; auf dem Bild sind die beiden Kantorinnen Theresa und Helena Rieger (Mädchenkantorei) zu sehen, die beim Tag des Altöttinger Marienwerks 2020 eine musikalische Andacht in der Basilika gestalteten.

Im Nach­hin­ein betrach­tet passt der Pri­miz­spruch Prä­lat Furt­ners auch sehr gut zum Alt­öt­tin­ger Mari­en­werk, dem er 14 Jah­re lang als Vor­sit­zen­der und nach sei­ner Ver­ab­schie­dung 2017 als Ehren­vor­sit­zen­der dien­te – wid­met sich die Gemein­schaft doch sehr viel­fäl­ti­gen Auf­ga­ben und unter­stützt unter­schied­li­che Bega­bun­gen: sie ver­steht sich in ers­ter Linie als eine Gemein­schaft des Gebets, sie tritt als För­de­rin der Mari­en­ver­eh­rung und der Wall­fahrt auf und wid­met sich vor allem der Pfle­ge der tra­di­tio­nel­len Kir­chen­mu­sik. Unter dem Dach des Mari­en­werks probt nicht nur das Kapell­or­ches­ter; die Mari­en­werks-Stif­tung ist auch Trä­ge­rin der Alt­öt­tin­ger Kapell­sing­kna­ben und Mäd­chenkan­to­rei“. Außer­dem brach­te das Mari­en­werk Mari­en­fil­me her­aus und es beher­bergt die Diora­men­schau, die in ins­ge­samt 22 drei­di­men­sio­na­len Schau­bil­dern und ‑käs­ten ent­schei­den­de Sze­nen der Alt­öt­tin­ger Wall­fahrts- und Stadt­ge­schich­te beleuchtet.

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Tag des Altöttinger Marienwerks 2020: Msgr. Josef Fischer, Vorsitzender des Altöttinger Marienwerks und Passauer Domkapitular em., mit einer Replik des Altöttinger Gnadenbildes.

Der Fest­got­tes­dienst wur­de heu­er ein­drucks­voll umrahmt von der Män­ner­scho­la der Kapell­sing­kna­ben unter der Lei­tung von Her­bert Hager. Den tra­di­tio­nel­len AVE-Mari­en­gruß – heu­er als klei­ne musi­ka­li­sche Andacht in der Basi­li­ka abge­hal­ten – gestal­te­ten zwei Sän­ge­rin­nen der Alt­öt­tin­ger Mäd­chenkan­to­rei sowie die Alt­öt­tin­ger Hof­mu­sik unter der Lei­tung von Karl­mann Kanzler.

Coro­nabe­dingt konn­te der Jah­res­tag der Gemein­schaft heu­er nur im klei­nen Rah­men statt­fin­den. Das Rah­men­pro­gramm mit gesel­li­gem Bei­sam­men­sein und Film­vor­füh­run­gen muss­te die­ses Jahr ent­fal­len, jedoch konn­ten Besu­cher die Diora­men­schau besich­ti­gen. Die Plät­ze beim Fest­got­tes­dienst in der Basi­li­ka waren schnell belegt – da die­ser ins Freie über­tra­gen wur­de, konn­ten ihn Besu­cher auch am Basi­li­ka-Vor­platz mitverfolgen.

Msgr. Fischer war Pre­di­ger und Haupt­ze­le­brant des Got­tes­diens­tes; neben ihm kon­ze­le­brier­te der neue Wall­fahrts­rek­tor und Stadt­pfar­rer Prä­lat Klaus Metzl, der am 20. Sep­tem­ber offi­zi­ell ein­ge­führt wer­den wird.

Text: Micha­el Glaß, Fotos: Ros­wi­tha Dorfner