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Mit Zuversicht – Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer pilgerte nach Altötting

Michael Glaß am 04.06.2020

2020 06 04 aoelfb wallfahrt regensburg1 info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner
Regensburgs Bischof Rudolf Voderholzer und Pilgerleiter Bernhard Meiler pilgerten am Pfingstsamstag 2020 nach Altötting.

Heuer war alles anders – aufgrund der Corona-Krise war das „pfingstliche Pilgergesicht im Herzen Bayerns“ völlig verändert: Alle größeren und auch kleineren Fußpilgergruppen im Vorfeld waren abgesagt worden, nur Einzelpilger oder Familien kamen, darunter auch Regensburgs Bischof Rudolf Voderholzer. Und trotz der gewaltig minimierten Pilgerzahl, die es vom 30. Mai bis 1. Juni zur Gnadenmutter nach Altötting zog, war auch dieses Jahr das Wirken des Heiligen Geistes spürbar.

Der Regens­bur­ger Pil­ger­pfar­rer Han­nes Lorenz bezeich­ne­te die­ses Wir­ken als ein Auf­ma­chen“, als eine Sehn­sucht in den Her­zen der Men­schen, nicht nur die Türen, son­dern sich dem Glau­ben zu öff­nen. Das brin­ge Bewe­gung in die Kir­che, selbst in Kri­sen­zei­ten. Dem Regens­bur­ger Bischof Rudolf Voder­hol­zer war es ein Her­zens­an­lie­gen, zusam­men mit Pil­ger­füh­rer Bern­hard Mei­ler einen Ruck­sack mit Anlie­gen zur Alt­öt­tin­ger Gna­den­mut­ter zu brin­gen. Bei­de pil­ger­ten stell­ver­tre­tend für alle zum Daheim­blei­ben beor­der­ten rund 7000 Fuß­wall­fah­rer des Bis­tums Regens­burg ins Herz Bayerns“.

„Es ist Christus, der uns immer wieder aufrichtet“

2020 06 04 aoelfb wallfahrt regensburg2 info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner
Bischof Rudolf Voderholzer zelebrierte zu Pfingsten 2020 eine hl. Messe in der in der Altöttinger Gnadenkapelle.

Der Weg der bei­den Regens­bur­ger Ver­tre­ter führ­te am Pfingst­sams­tag zu Fuß von Hei­li­gen­statt nach Alt­öt­ting, sie­ben Kilo­me­ter den Kreuz­weg Jesu am Mörn­bach ent­lang. Beim anschlie­ßen­den nicht öffent­li­chen, per Live-Stream über­tra­ge­nen Pil­ger­got­tes­dienst in der Gna­den­ka­pel­le leg­te Bischof Voder­hol­zer der Gna­den­mut­ter den mit 2700 Anlie­gen gefüll­ten Ruck­sack zu Füßen und ver­si­cher­te, die­se bei der Mess­fei­er mit ein­zu­schlie­ßen. In sei­ner Pre­digt erklär­te der Regens­bur­ger Bischof: Er habe die Gna­den­ka­pel­le noch nie so men­schen­leer erlebt und zugleich über­reich gefüllt mit Votiv­ga­ben, die bestä­tig­ten: Maria hat gehol­fen!“ Unter dem Schutz­man­tel Mari­ens wür­den unse­re Anlie­gen dem gött­li­chen Sohn ange­tra­gen, es ist Chris­tus, der uns immer wie­der auf­rich­tet, wenn wir nicht wei­ter­kön­nen.“ Das Evan­ge­li­um von der Hoch­zeit zu Kana bestä­ti­ge eines der sie­ben über­lie­fer­ten Wun­der­zei­chen Jesu, aber auch die Tat­sa­che: Maria war stets im gläu­bi­gen Ver­trau­en dabei, immer an der Sei­te ihres Soh­nes, bis zum Tod am Kreuz.“ Zu recht such­ten daher die Pil­ger seit Jahr­hun­der­ten ins­be­son­de­re in Not- und Kri­sen­zei­ten bei Maria Stär­kung im Glauben.

2020 06 04 aoelfb wallfahrt regensburg4 info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner
Regensburgs Pilgerpfarrer Hannes Lorenz begrüßte Wallfahrtsrektor Prälat Günther Mandl zu Pfingsten 2020 mit dem "Corona-Gruß".

Pil­ger­pfar­rer Han­nes Lorenz, der den gesam­ten Pil­ger­weg von Regens­burg nach Alt­öt­ting zu Fuß zurück­ge­legt hat­te, erklär­te in sei­ner Pre­digt am Pfingst­sams­tag-Abend in der St. Anna-Basi­li­ka: wir müss­ten ler­nen los­zu­las­sen, uns immer wie­der auf­zu­ma­chen und neue Wege zu suchen: Ohne uns immer wie­der auf­zu­ma­chen wer­den wir nicht mehr ins Leben zurück­fin­den“, beton­te er. Gera­de an Pfings­ten gehe es um nichts ande­res: Für die Jün­ger Jesu sei es schwer gewe­sen, die ver­schlos­se­ne Tür des Abend­mahls­saals auf­zu­ma­chen, die Tür­schwel­le zu über­tre­ten, sich auf das Neue ein­zu­las­sen, auf die Men­schen zuzu­ge­hen und die Fro­he Bot­schaft Jesu zu ver­kün­den. Der pfingst­li­che Sturm und die Feu­er­s­zun­gen hät­ten die Angst in Mut ver­wan­delt. Für Pfar­rer Lorenz gilt die pfingst­li­che Bot­schaft ins­be­son­de­re für die Kri­sen­zeit der Coro­na-Pan­de­mie: Wenn Euch Krank­heit und Not das Licht der Hoff­nung rau­ben, fürch­tet Euch nicht, Euch auf­zu­ma­chen“, sag­te er. Got­tes Kraft und Jesu Bei­stand zeig­ten uns den rech­ten Weg. Als Chris­ten hät­ten wir den Auf­trag, Hoff­nung und Zuver­sicht in die Welt zu bringen.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner