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1000 Kilometer zur Gnadenmutter

Michael Glaß am 04.08.2020

2020 08 03 aoelfb pfarrer markus hartung wallfahrer altoetting rad info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner
Pfarrer Markus Hartung aus Rathenow/Erzbistum Berlin hat 1.000 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt, um zur Gnadenmutter nach Altötting zu pilgern.

Es ist kaum zu glauben: 1.000 Kilometer hat Pfarrer Markus Hartung aus Rathenow/Erzbistum Berlin mit dem Fahrrad zurückgelegt, um zur Gnadenmutter nach Altötting zu pilgern.

2020 08 03 aoelfb pfarrer markus hartung wallfahrer altoetting rad info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner
Pfarrer Markus Hartung aus Rathenow/Erzbistum Berlin hat 1.000 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt, um zur Gnadenmutter nach Altötting zu pilgern.

Elf Tage, auch bei Stark­re­gen, ist er unter­wegs gewe­sen, wie er erzähl­te. Täg­lich absol­vier­te er um die 100 Kilo­me­ter. Und jeden Tag las er bei sei­nen Zwi­schen­sta­tio­nen die hl. Mes­se – wenn es kei­ne kirch­li­che Mög­lich­keit gab, dann auch im Hotel­zim­mer. Was ihn bei sei­ner Ankunft in Alt­öt­ting beson­ders freu­te: am Sonn­tag, 26. Juli, durf­te er am lin­ken Sei­ten­al­tar in der Gna­den­ka­pel­le eine stil­le hl. Mes­se fei­ern sowie eine hl. Mes­se in St. Kon­rad in der Ale­xi­us­zel­le. Ein­mal im Jahr eine Wall­fahrt nach Alt­öt­ting, ob mit Fahr­rad oder Auto, zählt für Pfar­rer Har­tung zum Pflicht­pro­gramm“, wie er mitteilte.

Seit zwölf Jah­ren ist Mar­kus Har­tung (48) Pries­ter im Erz­bis­tum Ber­lin, seit Novem­ber 2016 Pfarr­vi­kar für die katho­li­sche St. Georgs­ge­mein­de Rathe­now, wozu auch Prem­nitz-St. Mari­en zählt. Chris­tus liegt mir am Her­zen“, betont der hoch­ge­wach­se­ne, ath­le­ti­sche Geistliche.

Er bekennt sich auch als gro­ßer Mari­en­ver­eh­rer. Pfr. Har­tung erzähl­te: Letzt­end­lich sei eine Lour­des-Wall­fahrt aus­schlag­ge­bend gewe­sen für sei­nen Sin­nes­wan­del als Spät­be­ru­fe­ner“, der zuvor als Inge­nieur für Kraft­werks­tech­nik gear­bei­tet hat­te. Und mit bei­getra­gen habe auch das katho­li­sche Eltern­haus im West­fä­li­schen Lünen.

3.000 Kilometer Jakobsweg ins spanische Compostela

Von Lünen aus star­te­te auch sei­ne wei­te Rad-Pil­ger­fahrt mit sei­nem neu­en E‑Bike. Sie führ­te über Keve­la­er, Köln, Rüdes­heim, Offen­burg, Frei­burg nach Kon­stanz. Im Hoch­schwarz­wald waren 1000 Höhen­me­ter zu über­win­den. Nach einem Besuch bei sei­ner Schwes­ter in der Schweiz ging’s wei­ter nach Mem­hölz, dann Landsberg/​Lech und schließ­lich Alt­öt­ting. Doch damit nicht genug, schließ­lich hat der geist­li­che Rad­pil­ger noch eine Woche sei­nes Jah­res­ur­laubs übrig: Letz­te Sta­ti­on ist Alten­markt im Pongau/​Bundesland Salz­burg“, wie Pfar­rer Har­tung ver­riet. Dort wol­le er noch etwas wan­dern – für ihn ein bekann­ter Ort, hier habe er oft im Som­mer Urlaubs­ver­tre­tung gemacht. Den Heim­weg wol­le er aber mit dem Zug antre­ten, erklär­te er.

Jeden­falls ist eine lan­ge Rad-Pil­ger­fahrt für Pfar­rer Har­tung nicht neu: er hat­te bereits 3000 Kilo­me­ter Jakobs­weg ins spa­ni­sche Com­pos­te­la gemeis­tert, wie er berich­te­te – damals noch ohne E‑Bike, also ganz nor­mal“ mit dem Fahrrad.

Text: Ros­wi­tha Dorfner