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„Mit den Augen von Maria“ – Primizianten der Diözese Passau pilgern zur Gnadenmutter

Michael Glaß am 03.07.2020

2020 07 03 neupriester in altoetting dankwallfahrt1 info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner
Die frisch geweihten Passauer Neupriester Florian Schwarz (r.) und Matthias Zellner stehen im Rahmen ihrer Wallfahrt zum Dank für ihre Priesterweihe in Altötting vor der Replik des Altöttinger Gnadenbildes.

„Für einen Primizsegen sollte man mindestens ein Paar Schuhsohlen durchlaufen“, heißt es. In Zeiten einer Pandemie gilt dies freilich nur eingeschränkt, eine Dank-Wallfahrt nach Altötting ist für die frisch geweihten Passauer Neupriester jedoch weiterhin eine gute Tradition. Am 2. Juli kamen Florian Schwarz und Matthias Zellner ins „Herz Bayerns“.

Die Alt­öt­tin­ger St. Anna-Basi­li­ka jeden­falls war am Fest­tag Mariae Heim­su­chung gut besucht, als die bei­den Neu­pries­ter der Diö­ze­se Pas­sau, Flo­ri­an Schwarz aus Fürs­ten­zell und Mat­thi­as Zell­ner aus Iggens­bach nach dem Abend­got­tes­dienst den Pri­miz­se­gen spen­de­ten – eben­so in der Gna­den­ka­pel­le beim vor­aus­ge­hen­den, nicht öffent­li­chen, nur per Live-Stream über­tra­ge­nen Rosen­kranz. Nach wie vor gel­ten stren­ge Vor­ga­ben auf­grund der Corona-Pandemie.

2020 07 03 neupriester in altoetting dankwallfahrt2 info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner
Die frisch geweihten Passauer Neupriester Florian Schwarz (r.) und Matthias Zellner spenden im Rahmen ihrer Wallfahrt zum Dank für ihre Priesterweihe in Altötting den Primizsegen.

Erst am Sams­tag, 27. Juni, waren die bei­den jun­gen Män­ner im Pas­sau­er St. Ste­phans­dom durch Diö­ze­san­bi­schof Dr. Ste­fan Oster zu Pries­tern geweiht wor­den. Tra­di­tio­nell steht dann für die Pri­mi­zi­an­ten immer am dar­auf­fol­gen­den Don­ners­tag eine Dank­wall­fahrt zur Gna­den­mut­ter nach Alt­öt­ting an.

Von beson­de­rer Bedeu­tung ist die­se auch des­halb, weil der ers­te Don­ners­tag des Monats zugleich als Gebets­tag für geist­li­che Beru­fun­gen began­gen wird. Alt­öt­tings Stadt­pfar­rer und Wall­fahrts­rek­tor Prä­lat Gün­ther Man­dl beton­te das Gebet um Beru­fun­gen als dring­li­ches Anlie­gen; er zitier­te aus dem Eva­ge­li­um nach Mat­thä­us (Mt 9,37): Die Ern­te ist groß, aber es gibt nur weni­ge Arbeiter!“

„Lebt eucharistisch im Alltag – Seid, was ihr feiert!“

2020 07 03 neupriester in altoetting dankwallfahrt3 info-icon-20px Foto Roswitha Dorfner
Der frisch geweihten Passauer Neupriester Matthias Zellner im Rahmen seiner Wallfahrt zum Dank für seine Priesterweihe in Altötting mit der Berufungsmonstranz, die gerade im Wallfahrtsort Station gemacht hat.

War­um sich die Neu­pries­ter der Got­tes­mut­ter ver­bun­den wis­sen und anver­trau­en, das ver­deut­lich­te Mat­thi­as Zell­ner in sei­ner Pre­digt; abge­stimmt hat­te er die­se auf den Fest­tag Mariae Heim­su­chung. Als Maria in freu­di­ger Erwar­tung zu Eli­sa­beth ging, sei sie zur leben­di­gen Mons­tranz für den Herrn gewor­den, erklär­te er und füg­te hin­zu: Durch sie wird es mög­lich, Jesus zu begeg­nen.“ Der Neu­pries­ter riet Mit den Augen von Maria“ auf die Geheim­nis­se der Eucha­ris­tie zu bli­cken. Dar­aus ergä­ben sich vie­le Anre­gun­gen, um die Hei­li­ge Mes­se auf­merk­sa­mer und frucht­ba­rer mit­zu­fei­ern. Denn auch wei­ter­hin gel­te der Auf­trag: Lebt eucha­ris­tisch im All­tag – Seid, was ihr fei­ert!“ Mit den Wor­ten des hl. Pfar­rers von Ars stell­te Zell­ner fest: Der Pries­ter ist das Lie­bes­ge­schenk Got­tes an die Welt.“ Außer­dem erklär­te er: Mit Maria darf ich die Men­schen zu Jesus führen.“

Nach dem fei­er­li­chen Abend­got­tes­dienst mit den bei­den Neu­pries­tern sowie deren Regens Dom­ka­pi­tu­lar Mar­tin Deng­ler, Alt­öt­tings Stadt­pfar­rer Prä­lat Gün­ther Man­dl und den Kano­ni­kern des Alt­öt­tin­ger St. Ruper­tus­stif­tes wur­de abschlie­ßend die Beru­fungs­mons­tranz mit dem Aller­hei­ligs­ten zur Anbe­tung ausgesetzt.

Text: Ros­wi­tha Dorfner