
Zwei Neupriester der Ordensgemeinschaft der Brüder Samariter FLUHM, die im September 2021 ins Altöttinger St. Magdalena einziehen werden, haben am 21. Oktober in der Altöttinger St. Anna-Basilika ihre Nachprimiz gefeiert. Nach dem Gottesdienst spendeten Br. Michael Kassler Sam. FLUHM und Br. Martin Thaller Sam. FLUHM den Primizsegen.
Am 29. September waren die beiden jungen Männer in Klein-Mariazell von Christoph Kardinal Schönborn OP aus Wien zu Priestern geweiht worden. Am Gottesdienst am 21. Oktober nahm auch der Ordensobere der Brüder Samariter, Bruder Gabriel Hüger teil.
Altöttings Stadtpfarrer und Wallfahrtsrektor Prälat Dr. Klaus Metzl äußerte sich erfreut, die beiden Neupriester der Ordensgemeinschaft „in unserer Mitte zu haben“. Er hoffe, dass „durch die jungen Priester mit Elan und missionarischem Eifer das Wort Gottes verkündet wird“. „Bitten wir den Herrn im Gebet, dass er weiterhin junge Männer und Frauen für den Auftrag und die Sendung Jesu berufe“, so Metzls Anliegen.

Primiziant Br. Martin, der mit Br. Michael sowie Stadtpfarrer Metzl und Br. Gabriel die hl. Messe zelebrierte, dankte für die Einladung und stellte das hl. Messopfer in die „Flamme der Liebe des Unbefleckten Herzens Mariens“ – so lautet auch die vollständige Bezeichnung des Ordensnamens FLUHM. „Ein Priester kann nichts aus sich selbst, ein Priester gehört nicht sich selbst, er gehört Gott – jeder Priester darf werden, was er ist: ein Kind Gottes“, betonte Br. Martin.
Neupriester Br. Michael verwies in seiner Predigt auf das Evangelium über die „Aufforderung zur Wachsamkeit“ (Lk 12, 39 – 48): „Der Menschensohn kommt in einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet“, betonte er. Der hl. Paulus habe erklärt, dass der „Zugang zu Gott“ auf dem gläubigen Vertrauen basiere. Entsprechend gelte für alle Gläubigen, ihr Herz für Gott zu öffnen. Als wesentliche Aufgaben für Christen stellte Br. Michael heraus: Barmherzigkeit üben, für andere beten und den apostolischen Glauben verbreiten.
Um einen Primizsegen zu erhalten, müsse man mindestens ein Paar Schuhe „durchlatschen“, zitierte Br. Michael eine weitverbreitete Überlieferung. Tatsächlich waren viele Gläubige in der St. Anna-Basilika vor Ort und nahmen gerne nach dem allgemeinen Primizsegen die Spendung eines Einzelsegens an.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner