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Wallfahrten

Mosaike aus der Wallfahrt

Redaktion am 28.06.2021

2021 06 28 aoelfb wallfahrt hauzenberg2 info-icon-20px Foto: Roswitha Dorfner
Endlich wieder Wallfahrt: Wallfahrer aus Hauzenberg vor der Gnadenkapelle in Altötting.

Endlich wieder Wallfahrt! Die Corona-Fallzahlen sinken und auch Wallfahrten nach Altötting sind wieder einfacher möglich. Tatsächlich kamen aber auch schon in den Monaten zuvor immer wieder einzelne Pilger, Familien oder kleine Gruppen ins "Herz Bayerns". Da größere Wallfahrten eine längere Vorlauf- und Organisationszeit sowie Planungssicherheit erfordern, wird dies wohl auch noch eine Weile so bleiben. Hier nun eine kleine Auswahl an Wallfahrten, die im Juni stattfanden.

Josef als Weggefährte

Etwa 40 Ein­zel­pil­ger der Pil­ger­ge­mein­schaft Micha­el­beu­ern mit Abt Johan­nes Perk­mann OSB, Mit­bru­der P. Cle­mens und Pil­ger­lei­ter Her­mann Wall­mann hat­ten die­ses Jahr ihre Tra­di­ti­ons­wall­fahrt Coro­na-bedingt ver­kürzt und waren am 12. Juni ab Burg­hau­sen in einer Tages­etap­pe den Weg nach Alt­öt­ting zu Fuß mar­schiert. In der St. Kon­rad-Kir­che fei­er­ten sie Pil­ger­got­tes­dienst. Das Wall­fahr­ten bedeu­te geleb­tes Christ­sein, erklär­te Abt Johan­nes in sei­ner Pre­digt. Die­ses Jahr war die Pil­ger­ge­mein­schaft aus dem Salz­bur­ger Land in den Spu­ren des hl. Josefs unter­wegs; die­ser sei ein Vor­bild für alle Fami­li­en. Josef sei kein Mann gro­ßer Wor­te gewe­sen, umso mehr habe er durch Taten beein­druckt, sag­te der Abt. Hoff­nungs­froh bli­cken die Micha­el­beue­rer Pil­ger aufs nächs­te Jahr: auf die Für­spra­che Mari­ens, der Hei­li­gen Josef und Bru­der Kon­rad wün­schen sie sich ein Coro­na-frei­es Jahr 2022, denn da steht die 20. Jubi­lä­ums­fuß­wall­fahrt an.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Dankwallfahrt

2021 06 28 aoelfb wallfahrt ehepaar

Eigent­lich pil­gert Albert Sedl­mei­er all­jähr­lich im Herbst mit der Fuß­wall­fahrt aus Waid­ho­fen nach Alt­öt­ting. Die Pan­de­mie mach­te wie bei so vie­len Tra­di­ti­ons­wall­fahr­ten einen Strich durch die Rech­nung“. So kam er am 27. Mai mit dem Auto; mit dabei waren Ehe­frau Rosi und die Enkel­toch­ter – es war eine per­sön­li­che Dank­wall­fahrt zur Gna­den­mut­ter: Für uns ist die Klei­ne wirk­lich eine Gebets­er­hö­rung. Wir hat­ten uns schon abge­fun­den, dass wir kein Enkel­kind mehr bekom­men, schließ­lich waren die Eltern des Mäd­chens schon 43 Jah­re alt“, erklär­te das Ehe­paar, zuvor sind wir zum Bit­ten nach Alt­öt­ting, jetzt fah­ren wir zum dan­ken hin … man kann nicht genug dan­ken für alles, auch wenn so man­ches selbst­ver­ständ­lich erscheint.“ So pil­gern die Sedl­mei­ers ein bis zwei­mal im Jahr an den Gnadenort.

Text und Foto: Ros­wi­tha Dorfner

Bei Bruder Konrad

Letz­tes Jahr waren sie in Turin, wie Pas­saus Bischof Dr. Ste­fan Oster erzähl­te, heu­er hat er sich am 26. Juni mit den Semi­na­ris­ten sei­ner Diö­ze­se sowie Regens Mar­tin Deng­ler und Sub­re­gens Chris­toph Leucht­ner auf den Spu­ren des hl. Bru­ders Kon­rad auf Pil­ger­fahrt bege­ben. Nahe­lie­gend war da ein Zwi­schen­stopp in Alt­öt­ting, an der Wir­kungs­stät­te des hl. Klos­ter­pfört­ners mit Klos­ter­füh­rung durch Guar­di­an P. Nor­bert Schlen­ker. Beim Got­tes­dienst in der St. Kon­rad-Kir­che emp­fahl Bischof Ste­fan Oster den Semi­na­ris­ten, sich im Die­nen“ am Bru­der Kon­rad zu ori­en­tie­ren. Regens Deng­ler beton­te mit Bezug auf den Pfor­ten­dienst des Hei­li­gen die Bedeu­tung einer christ­li­chen Will­kom­mens­kul­tur. Auch der pries­ter­li­che Dienst kön­ne als Pfor­ten­dienst“ inter­pre­tiert wer­den: in die­sem Bild sei eine Pfor­te die Schnitt­stel­le zur Neue­van­ge­li­sie­rung für alle Fra­gen­den, Suchen­den oder Zwei­feln­den. Neue­van­ge­li­sie­rung bedeu­te, als Kir­che neue Wege zu suchen und die Men­schen mit­zu­neh­men auf dem Weg zu Gott.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Vereint in Maria

Heiß war’s, schee war’s, mit­rei­ßend – die Grup­pe hat sich gegen­sei­tig gestützt“, war das Resü­mee der 15 Ver­tre­ter der Jugend­ver­bän­de aus der Diö­ze­se Pas­sau, die sich am 18. Juni um 7 Uhr mor­gens ab Schö­nau bei Eggen­fel­den zu Fuß nach Alt­öt­ting auf­ge­macht hat­ten und gegen 15.45 Uhr das Pil­ger­ziel erreich­ten. Mit dabei waren Jugend­pfar­rer Wolf­gang de Jong, Land­ju­gend-Seel­sor­ger Micha­el Vogt und BDKJ-Vor­sit­zen­de Johan­na Hasl­böck. Unter dem Wall­fahrts­mot­to Getrennt unter­wegs – ver­eint in Maria“ mar­schier­ten sie mit Ver­bands­fah­nen und bete­ten auf dem Weg, auch wenn die Über­win­dung zum Durch­hal­ten gera­de bei schweiß­trei­ben­den Tem­pe­ra­tu­ren schon grenz­wer­tig war, wie Jugend­pfar­rer de Jong fest­stell­te. Johan­na Hasl­böck hegt die gro­ße Hoff­nung, dass nächs­tes Jahr wie­der alles nor­mal abläuft“. Für die mit­rei­ßen­de musi­ka­li­sche Gestal­tung beim Aus­sendungs-Got­tes­dienst, der Andacht in der St. Kon­rad-Kir­che und unter­wegs sorg­te Nick Pfeif­fer vom kirch­li­chen Jugend­bü­ro Pfarrkirchen.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Mit Jubilar unterwegs

Eigent­lich nah­men sie immer an der Pas­sau­er Jugend­fuß­wall­fahrt teil – Coro­na-bedingt war dies zuletzt nicht mög­lich. So ist die klei­ne Pil­ger­ge­mein­schaft aus Hau­zen­berg im Baye­ri­schen Wald mit dem Segen von Dom­propst i.R. Msgr. Hans Striedl am 25. Juni ab dem Pas­sau­er Dom in zwei­tä­gi­ger Fuß­wall­fahrt nach Alt­öt­ting gepil­gert. Am 26. Juni wur­den sie um 17 Uhr von Dia­kon Tho­mas Zau­ner und des­sen Sohn und Vor­trags­kreuz­trä­ger Mar­tin zur Gna­den­ka­pel­le ein­be­glei­tet – die tra­di­tio­nel­le Ein­be­glei­tung ist erst seit kur­zem wie­der mög­lich. Für Georg Schau­er war es die 40. Fuß­wall­fahrt nach Alt­öt­ting – und als Pil­ger­ju­bi­lar trug er sein höl­zer­nes Pil­ger­kreuz nicht allein den gan­zen Weg, er ließ tra­gen“, wie die Mit­pil­ger lachend fest­stell­ten. Mit Frie­den im Her­zen zu Maria gehen und die­sen Frie­den mit nach Hau­se neh­men, das wünsch­te abschlie­ßend Dia­kon Zau­ner und spen­de­te den Pil­ger­se­gen. Im Gegen­zug erhielt Zau­ner eine Spen­de der Hau­zen­ber­ger Fuß­pil­ger für den Opfer­stock der Gnadenkapelle.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Traditionen bewahren

Auch die in Bay­ern leben­den Kroa­ten muss­ten ihre Natio­nal­wall­fahrt nach Alt­öt­ting heu­er ver­än­dern: Nicht wie sonst rund 2.000, son­dern nur etwa 200 Wall­fah­rer konn­ten am 27. Juni den Got­tes­dienst in der Basi­li­ka mit­fei­ern; es waren vor allem Pil­ger aus dem Münch­ner Raum vor Ort. 65 Fuß­pil­ger kamen in zwei­tä­gi­ger Fuß­wall­fahrt ab Stein­hö­ring bereits am 26. Juni an, 20 erreich­ten mit dem Fahr­rad ihr Ziel. Unter den Fuß­wall­fah­rern war auch der Seel­sor­ger der kroa­tisch-katho­li­schen Pfarr-Gemein­de St. Gabri­el in Mün­chen, P. Edvard Sokol OFM, wie Pil­ger­lei­ter Anton berich­te­te; außer­dem Mit­glie­der der Musik­grup­pe, die den Got­tes­dienst gestal­te­ten. Ein gro­ßes Anlie­gen ist es P. Edvard, dass die Natio­nal­wall­fahrt wei­ter­geht, trotz Coro­na. Apro­pos: drei Wör­ter waren bei der 15. Fuß­wall­fahrt nach Alt­öt­ting laut P. Edvard ver­bo­ten: Coro­na, Imp­fung und Fuß­ball – so soll­te Dis­kus­si­ons-Zünd­stoff“ ver­mie­den wer­den. Statt­des­sen emp­fahl er bei der hl. Mes­se, sich am Glau­bens­vor­bild Mari­as zu ori­en­tie­ren; außer­dem die Eucha­ris­tie und die Beichte. 

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Gottsuche

2021 06 28 aoelfb wallfahrt diakone

Wo wohnst du?“ – die­se Fra­ge­stel­lung aus dem Johan­nes-Evan­ge­li­um zur Jün­ger-Beru­fung mach­te sich Dia­kon Die­ter Spöttl zum Pre­digt­the­ma beim Got­tes­dienst in der St. Kon­rad-Kir­che am 18. Juni. Zuvor hat­te er mit ange­hen­den Dia­ko­nen aus den Diö­ze­sen Mün­chen-Frei­sing und Pas­sau ab Mühldorf/​Inn eine Fuß­wall­fahrt nach Alt­öt­ting orga­ni­siert. Beru­fung gesche­he indi­vi­du­ell ver­schie­den, so die Fest­stel­lung Spöttls, jeder müs­se für sich allein das Hin­schau­en, wo Chris­tus woh­ne“ erler­nen. Eine Mög­lich­keit der Gott­su­che bestehe in einer Pil­ger-Erfah­rung. Am Gna­den­ort Alt­öt­ting, bei der Got­tes­mut­ter in der Gna­den­ka­pel­le mit dem gött­li­chen Kind oder beim hl. Bru­der Kon­rad in der Kon­rad­kir­che sei­en wir Gott sehr nahe, ver­si­cher­te Dia­kon Spöttl. Für den hl. Bru­der Kon­rad sei das Kreuz ein Buch gewe­sen“, auf das er stets in Lie­be geschaut habe – so habe er im Gebet gelernt, wie er sich rich­tig zu ver­hal­ten habe.

Text und Foto: Ros­wi­tha Dorfner

Wie der Vater, so der Sohn

2021 06 28 aoelfb radwallfahrt mallersdorf

Am 3. Juli ist der Hoch­zeits­ter­min – eine wich­ti­ge Ent­schei­dung fürs Leben, wie Micha­el Meindl (2.v.l.) fest­stell­te. In alter Fami­li­en­tra­di­ti­on mach­te er sich des­halb eine Woche zuvor, am 26. Juni, in Beglei­tung drei­er Freun­de per Fahr­rad auf den Weg von Mal­lers­dorf nach Alt­öt­ting, um in der Gna­den­ka­pel­le die Got­tes­mut­ter um eine bestän­di­ge und gute Ehe zu bit­ten. So hat‘s sein Vater im gläu­bi­gen Ver­trau­en mit einer Alt­öt­ting-Fuß­wall­fahrt gehal­ten, so hielt es auch der Sohn. Mit dem Segen der Got­tes­mut­ter und gött­li­chem Bei­stand von oben habe die Ehe sei­ner Eltern gehal­ten, erzähl­te Meindl-Juni­or, und so erhofft er sich dies auch für sei­ne Ehe. Mit etwa 100 zurück­ge­leg­ten Kilo­me­ter nach Alt­öt­ting zeig­te er auf jeden Fall schon ein­mal Durch­hal­te­ver­mö­gen, was sicher­lich als ein gutes Vor­zei­chen gedeu­tet wer­den kann, auch als Ehe­paar durch­zu­hal­ten – in guten wie in schlech­ten Tagen.

Text und Foto: Ros­wi­tha Dorfner