
Papst Franziskus hat am 1. Mai einen einmonatigen Gebetsmarathon für ein Ende der Pandemie gestartet. Als einziger Wallfahrtsort in Deutschland wird am 28. Mai Altötting Etappe der weltweiten Initiative sein. Für Wallfahrtsrektor Prälat Klaus Metzl ist dies „eine große Ehre“ und ein wichtiges „Zeichen, dass wir zusammen stehen“.
Im Mai wird nun jeden Abend um 18 Uhr von einem Marienwallfahrtsort das Rosenkranzgebet weltweit von den Vatikan-Medien übertragen.
„Wir sind alle gefordert, da wir alle betroffen sind“, betonte Prälat Metzl auf Nachfrage. Die Pandemie sei eine weltweite Plage und umso wichtiger sei daher dieses Zeichen der Solidarität. Das Gebet sieht der Wallfahrtsrektor als einen „ganz wichtigen Mosaikstein“. Schließlich seien Gebete und Bitten um Fürsprache niemals nur Einzel-Anliegen. Im Zusammenhang mit der Pandemie denke er insbesondere an Kranke, Verstorbene und Angehörige; an Ärzte und Pflegekräfte, die unter außerordentlichen Bedingungen arbeiten müssen; an Kinder und junge Leute, die auch unter den nötigen Maßnahmen leiden; und nicht zuletzt an einen möglichst baldigen Erfolg der Impfung. „Wir dürfen auch nicht die Länder vergessen, in denen die Corona-Lage besonders schlimm ist“, erinnerte Prälat Metzl.
Der Wallfahrtsrektor fügte hinzu: „Das Gebet ist auch immer die Grundlage für das Handeln.“ Christen weltweit seien gefordert, zusammen zu halten und Not zu lindern.
„Das Entscheidende ist, dass jeder mit-betet – dass wir uns alle der Gebetsmeinung des Papstes und seiner Anliegen anschließen“, betonte Prälat Metzl.

Das Mit-Beten ist freilich auch von zuhause aus oder in einer Kirche vor Ort möglich. Der Vatikan überträgt nicht nur live, sondern stellt im Internet Material zum Download zur Verfügung. Die Übertragung des Gebets aus Altötting soll laut Prälat Metzl etwa auch auf der Website des Bistums verlinkt werden, um möglichst viele zu erreichen.
In Altötting wird das Gebet am 28. Mai um 18 Uhr in der Gnadenkapelle stattfinden. Für den Wallfahrtsort ist dieser Termin laut Prälat Metzl eigentlich keine große Umstellung: „Bei uns ist es ja sowieso schon eine gute Tradition, jeden Abend um 18 Uhr in der Gnadenkapelle in den Anliegen des Papstes und der Kirche zu beten und Maria als Schutzfrau Bayerns, aber natürlich auch der Kirche anzurufen.“
Text: Michael Glaß, Fotos: Roswitha Dorfner