
Endlich wieder ein Lichtblick in der langen Pandemiephase: zahlreiche Besucher erfreuten sich bei herrlichem Spätsommerwetter an der 17. Auflage des Altöttinger Klostermarktes vom 3. bis 5. September auf dem Kapellplatz.
Altöttinger Klostermarkt – Impressionen
Dass sich die Menschen wieder nach etwas Normalität, nach Begegnung und nach Wohl für Leib und Seele sehnen, war am gut bevölkerten Kapellplatz gut zu erkennen.Zur offiziellen Eröffnung war am Freitag, 3. September die Staatsministerin für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten, Michaela Kaniber, angereist. Auch sie war von den 30 klösterlichen Anbietern aus fünf Ländern begeistert. Die Veranstalter des Klostermarkts, Christian Wieser, Wirtschaftsverbands-Vorsitzender Christine Burghart und Altöttings Bürgermeister Stephan Antwerpen, waren am Ende auch mit der Resonanz sehr zufrieden: „Die Händler waren reihenweise ausverkauft, die Stimmung war hervorragend“, bilanzierte Wieser.
Altöttinger Klostermarkt – Impressionen von der Eröffnung
Bürgermeister Antwerpen forderte in seiner Begrüßungsansprache dazu auf, „mehr auf die Lebensmittel, regionalen Anbau und die Vermarktung zu achten. Die Stadt Altötting gehe mit gutem Beispiel voran und beteilige sich mit der Aktion „Gelbes Band“, wobei Früchte von markierten Obstbäumen von allen abgeerntet werden dürften. Staatsministerin Kaniber dankte dem Landtagsabgeordneten Dr. Martin Huber, der ihr die Einladung zum Klostermarkt übergeben hatte. Der Bitte, den Klostermarkt zu eröffnen, sei sie gerne nachgekommen, wie Kaniber betonte. Als im Glauben verwurzelte Katholikin formulierte sie auch persönliche Anliegen: die Menschen sollten sich wieder an den traditionellen Wurzeln ihrer Vorfahren orientieren; Lebensmittel müssten nicht jederzeit zur Verfügung und billig sein; Landwirte hätten eine bessere Entlohnung verdient; allgemein forderte sie mehr Fairness, Miteinander und Regionalität.
Text und Fotos: Roswitha Dorfner